Gemeinsam mit dem Gewerbeverein Arth-Goldau lud die FDP Arth-Oberarth-Goldau zu einem interessanten Anlass zum Thema «Innovation – Patentrecht, Marken- und Designschutz» ein. Dieses interessante Thema wurde den Anwesenden von Vincenzo Pedrazzini (Präsident der FDP Kanton Schwyz) nähergebracht.
Parteipräsident Kuno Kennel begrüsste an der FDP-Versammlung vom letzten Donnerstag im Restaurant Rigi, Arth, die Anwesenden zu einem spannenden Abend. Einerseits stand die Parolenfassung zur Volksabstimmung vom 29. November 2009 auf dem Programm und andererseits durfte man sich auf einen interessanten Vortrag zum Thema «Innovation – Patentrecht, Marken- und Designschutz» freuen.
Der Kanton Schwyz braucht ein Energiegesetz
Ohne grosse Diskussion wurden die von Vorstandsmitglied Brigitte Scherrer vorgestellten Vorlagen zur Abstimmung gebracht. Einstimmig wurde zur Minarett-Initiative und der Initiative zum Verbot von Kriegsmaterial-Exporten jeweils die Nein-Parole beschlossen. Eine klare Sache war auch das Ja zur Vorlage über den «Bundesbeschluss zur Schaffung einer Spezialfinanzierung für Aufgaben im Luftverkehr».
Kantonsrat und Präsident der örtlichen Parteisektion Kuno Kennel stellte den FDP-Mitgliedern den langen Weg des schwyzerischen Energiegesetzes vor. Er ist überzeugt, dass die FDP auch in Zukunft noch viel zum Thema «Energie» beitragen muss. Die Notwendigkeit eines Energiegesetzes war ziemlich unumstritten und wurde mit einer Ja-Parole verabschiedet. Die von der SP lancierte Initiative «Für eine aktive Schwyzer Energiepolitik – mehr Energieeffizienz und erneuerbare Energien» fand jedoch unter den FDP-Mitgliedern keinen grossen Anklang. Deshalb beschloss die Versammlung eine Nein-Parole.
Vorstandsmitglied Noldi Müller präsentierte anschliessend die Vorlage zur Teilrevision des Gesetzes über die Förderung des öffentlichen Verkehrs. Die für den Kanton Schwyz und insbesondere auch für die Gemeinde Arth nicht unwichtige Gesetzesrevision konnte mit einer einstimmigen Ja-Parole verabschiedet werden.
Patentrecht und Innovation in der Schweiz
Welche Rolle Patente, Marken, Designs und das Urheberrecht vor allem für die Schweiz spielen, konnte Vincenzo Pedrazzini, Inhaber eines der grössten Patentanwaltbüros der Schweiz, den Anwesenden näherbringen. «Immaterieller Güterschutz geht uns alle was an», meinte der Redner zum Publikum und erklärte dies anhand vieler interessanter Beispiele. Die Bedeutung des Themas liegt vor allem darin begründet, dass die Schweiz sowohl traditionell wie auch in jüngster Vergangenheit eher zu den Ländern gehört, welche sich durch Innovation und andere immaterielle Errungenschaften hervorhebt. «Zahlreiche bedeutende Erfindungen und Entwicklungen wurden in der Schweiz hervorgebracht und müssen vor Nachahmern geschützt werden», wie Vincenzo Pedrazzini erkärte. Weiter konnte er in einfacher und klarer Weise eine Übersicht zu den verschiedenen Schutzrechten geben. Anhand eines Beispieles für ein innovatives Unternehmen aus der Region konnte der Redner den Schutz von Verfahren vorstellen, und die vielen Beispiele zum Marken- und Designschutz, sowie zum Patentrecht führte den Anwesenden vor Augen, wie uns dieser immaterielle Güterschutz tagtäglich durchs Leben begleitet und selbst vor kleinen und mittleren KMU-Betrieben nicht Halt macht.
Swissness und Plagiate
Spannend war in der anschliessenden Fragerunde auch das Thema «Swissness». Das Schweizerkreuz bringt Wettbewerbsvorteile und ist im Trend. Doch wie viel Schweiz muss drin sein, damit auch «Schweiz» drauf stehen darf? Eine Gesetzesrevision soll schon bald mehr Klarheit für den Gebrauch der Bezeichnung «Schweiz» und des Schweizerkreuzes auf Waren und für Dienstleistungen schaffen. Natürlich wurde auch noch das Thema Plagiate und deren Verfolgung thematisiert.
10.11.2009
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